Die Wasserrettung geht an den Start

Rettungsboot

Die Großübung am 28. und 29. September 2024 hat es nur allzu deutlich gemacht: die Wasserrettung in unserer Gegend wurde bislang sträflich vernachlässigt.

Nun ist die Beschaffung spezialisierter Ausrüstung für eine Freiwillige Feuerwehr wie so oft ein Paradebeispiel für den bürokratischen Hürdenlauf im deutschen Ehrenamt. Während das Engagement der Kameraden grenzenlos ist, sind es die Verwaltungswege leider auch.

Bevor überhaupt ein Prospekt gewälzt werden durfte, musste natürlich die Notwendigkeit nachgewiesen werden, um das Boot im Brandschutzbedarfsplan der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck zu verankern. Hier konnten wir uns jedoch zuverlässig auf das Argument **Klimawandel** stützen!

Ein modernes Rettungsboot mit Trailer kostet schnell hohe fünfstellige Beträge. Ohne Landesförderung ist das für unsere Kommune kaum zu stemmen und die Förderrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalt sind streng. Oft werden nur Norm-Fahrzeuge oder standardisierte Boote gefördert. Sonderwünsche, die auf die spezifische Geografie am Fallstein zugeschnitten sind (z.B. extrem flachgehende Boote für verkrautete Gewässer), führen oft zum Verlust der Förderfähigkeit. Aber auch diese Hürde haben Stadt- und Ortswehrleitung gemeinsam nehmen können und das Boot wurde nun tatsächlich ausgeliefert!

Da das Boot natürlich einen Stellplatz benötigt, der den Normen entspricht, wurde der Bau eines Unterstands  auf der Rasenfläche vor dem Feuerwehrgerätehaus in Osterode glücklicherweise gleich mit genehmigt. Ein offizieller Termin für die feierliche Inbetriebnahme des neuen Rettungsmittels steht leider noch nicht fest. Wir werden diesen aber rechtzeitig bekannt geben.

Da ein Boot allein natürlich niemanden rettet, braucht es fachkundiges Personal mit dem **Sportbootführerschein Binnen** inkl. feuerwehrspezifischer Zusatzqualifikation.

Wer hier Interesse hat meldet sich bitte beim Stadtwehrleiter Olaf Chrost oder bei unserer Ortswehrleitung (Björn Harbordt / Doreen Ebert). Hier wird dann auch die Übernahme der Ausbildungskosten durch die Gemeinde geklärt.